+++ TSD-Newsticker +++


Vom 8. bis 10. November bewiesen 16 junge Tischler- und Schreinergesell*innen unter dem Motto "Profis leisten was" ihr großes handwerkliches Geschick. Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften fanden in den Werkstätten der Handwerkskammer in Trier mit Unterstützung der Tischlerinnung Trier/Saarburg statt.

Wir gratulieren allen 16 Finalist*innen noch einmal herzlich und wünschen ihnen für die berufliche Zukunft weiterhin viel Erfolg! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an das Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Trier für die herzliche und kompetente Betreuung, aber auch an unsere Sponsoren sowie an alle weiteren Unterstützerinnen und Unterstützer der Deutschen Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk 2021. Bis bald!

And the winner is ...


Deutscher Meister 2021 ist Lutz König aus Leutershausen (Bayern), ausgebildet in der Schreinerei Meißner in Neusitz. Der zweite Platz geht an Felix Wilhelm aus Mulfingen (Baden-Württemberg), ausgebildet in der Schreinerei Reuter in Dörzbach. Den dritten Platz belegt Marcel Bader aus Dorfen (Schleswig-Holstein), ausgebildet in der Tischlerei Grothusen in St. Michaelisdonn. Herzlichen Glückwunsch zu diesen Top-Leistungen!!!

Die drei Erstplatzierten dürfen sich außerdem eine von drei hochwertigen Preisen aus dem Profisortiment von Festool (Akku-Tauchsäge, Akku-Schrauber und Baustrahler-Set mit Stativ) aussuchen. Zusätzlich erhalten sie eine im Umfang nach den Platzierungen gestaffelte Produktauswahl von SPAX.

Siegerehrung


Nach einer warmherzigen Begrüßung und einem großen Dankeschön an alle Teilnehmenden, Gäste und Unterstützer durch TSD-Präsident Thomas Radermacher und TSD-Vizepräsident Stefan Zock beginnt Interimsjuryvorstand Ralf Melnicky mit der Preisverleihung. Zunächst erhalten die Nachwuchsprofis in der Reihenfolge ihrer Platzierungen eine Urkunde für ihre ausgezeichneten Leistungen.

Juryzeit


Tobias Kandt, Stefan Voß, Ralf Melnicky und Sebastian Wenderoth (v. l.) bewerten die Arbeiten. © TSD/art-pix.com

Am Vormittag bewertet die vierköpfige Jury die Leistungen im Detail:Dabei achten Ralf Melnicky, Sebastian Wenderoth, Stefan Voß und Tobias Kandt vor allem auf die Maß- und Schnittgenauigkeit, die Verarbeitungsqualität der Verbindungen und die Passgenauigkeit der Beschläge, außerdem auf den Zustand der Oberfläche und die Übereinstimmung mit der Zeichnung sowie den Materialverbrauch und die Kollegialität während des Wettkampfs. 100 Punkte können maximal erreicht werden. Die Siegerehrung beginnt um 13.30 Uhr.

Verleimen, zusammensetzen und putzen


Auch am zweiten Wettkampftag wird noch gesägt, gestemmt und gefräst: Doch nach und nach entstehen aus dem ehemaligen Holzhäufchen Seitenteile, Sitzflächen und Kufen. Sobald die Einzelteile ausgearbeitet sind und die Steckprobe gezeigt hat, dass sie gut zusammenpassen, nimmt Jurymitglied Stefan Voß die Verbindungen ab. Denn bei den Deutschen Meisterschaften wird auch bewertet, was später nicht mehr zu sehen ist – die saubere Verarbeitung der Innenseiten der handwerklichen Verbindungen, genauso wie bei den Weltmeisterschaften. Anschließend wird verleimt und geputzt. Gemeint ist damit ein Arbeitsschritt, bei dem überstehendes Holz mit dem Putzhobel bündig abgetragen und Leimreste entfernt werden. Und natürlich schleifen, schleifen, schleifen ... und noch ein bisschen schleifen. Um 18.30 Uhr ist Schluss! Reine Wettkampfzeit zu diesem Zeitpunkt: 19 Stunden.

Eine große Stütze sind auch hier am Berufsbildungs- und Technologiezentrum die engagierten Ausbildungsmeister, die unter anderem die Werkstätten und in etlichen Zusatzstunden die umfangreiche Materialliste vorbereitet haben. Während des Wettbewerbs unterstützen sie den reibungslosen Ablauf und bleiben auch in hektischen Momenten stets der Ruhepol. Gleiches gilt für das gesamte Organisationsteam der Handwerkskammer Trier. Die Teilnehmer*innen genießen die perfekte Rundumbetreuung. Herzlichen Dank dafür!

Wer alles dabei ist


Wer genau hinschaut zählt nicht 16 sondern 19 Teilnehmer*innen. Das liegt daran, dass in diesem Jahr drei Bestplatzierte der 2020er Meisterschaften den Wettbewerb – außer Konkurrenz – zum Trainieren nutzen. Denn im kommenden Oktober geht es für zwei Kandidaten zu den Weltmeisterschaften nach Shanghai. Da ist jede Gelegenheit, etwas Wettkampfpraxis zu bekommen, natürlich eine willkommene Gelegenheit.

Denken, sägen, stemmen


Wie immer ist Zeitdruck ein wichtiger Faktor, denn letztlich sind es sehr, sehr viele Arbeitsschritte. Umso wichtiger ist die Planung, damit gleich am ersten Tag etliche Verbindungen abgearbeitet werden können. Sägen und stemmen für die Schlitz- und Zapfenverbindungen stehen daher heute bei allen auf dem Programm. Aber auch die Tischfräse kommt zum Einsatz, wenn es an die Kufen geht. Insgesamt müssen für das Schaukelpferdchen 14 klassische Verbindungen hergestellt werden – zumeist von Hand. Das heißt ganz old school eben, sägen und stemmen. Eine besondere Herausforderung ist dabei die innenliegende Fase. Sie ist nicht nur ein schönes Stilelement, sondern muss von Anfang an mit eingeplant werden und ein bisschen um die Ecke denken ist auch gefragt.

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Einweisung und Aufriss


Trier ist mit ihrer über 2000-jährigen Historie zwar die älteste Stadt Deutschlands, aus Sicht des Handwerks zählt die Region mit ihrem hochmodernen Berufsbildungs- und Technologiezentrum allerdings zu den modernsten Bildungsstätten in Europa. Topbedingungen also für die jüngsten Nachwuchsprofis des Tischler- und Schreinerhandwerks, die hier ab morgen zwei Tage lang die Deutschen Meisterschaften 2021 bestreiten.

Offizieller Startschuss ist Montag um 8.30 Uhr. Dann heißt es, die Außenwelt für 48 Stunden komplett ausklammern und sich der bisher größten beruflichen Herausforderung stellen. In diesem Jahr geht es zwar um die moderne Interpretation eines klassischen Kinderspielzeugs, kinderleicht wird diese Aufgabe jedoch niemandem von der Hand gehen. Allein die 14 handwerklichen Verbindungen haben es in sich und werden unsere Teilnehmer*innen ordentlich ins Schwitzen bringen. Damit es morgen ohne großen Zeitverzug gleich losgehen kann, wurden heute bereits die Werkbänke ausgelost, die Unterlagen und das Material verteilt sowie die Arbeitsplätze vorbereitet. Dazu zählt auch der Aufriss. Dabei werden die Einzelteile maßstabsgetreu auf die sogenannte Aufrissplatte übertragen und anschließend können Winkel und Längen exakt bestimmt und die Schnittmarken auf dem Holz angezeichnet werden. Das nennt man dann "anreißen".

Und Corona? Nur wer geimpft oder genesen ist, beziehungsweise einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen kann, darf am Wettbewerb teilnehmen – was, wie zu erwarten, reibungslos geklappt hat.

Für die Unterstützung danken wir:


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Ansprechpartner

Fridtjof Ludwig
Abteilungsleiter Marketing und Kommunikation
Pressesprecher

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