Sie sind hier: Aktuelles / Aktuelles 2015 / PLW 2015: Newsticker

Betriebe in Ihrer Nähe

Login

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Login:
Passwort:

Bericht zur Siegerehrung

Infos zum Traumberuf

Teste Dein Wissen

TSD-Ausbildungsblog

Lehrstellen/Praktika

+++ TSD-Newsticker +++


MITTWOCH (11. November)

Auf Wiedersehen, Ebern.

Wir gratulieren allen Finalisten und wünschen ihnen für die berufliche Zukunft weiterhin viel Erfolg. Ein herzliches Dankeschön gilt auch unseren Unterstützern sowie den vielen Lesern des PLW-Newstickers.


Der Bundessieg und erste Platz geht an Richard Jäger von der Tischlerei Giese aus Liebenwalde/Brandenburg. 

Herzlichen Glückwunsch!!!


Der zweite Platz geht an Hermann Probst-Sinell von der Stiftung Oper aus Berlin.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!


Den dritten Platz belegt Markus Figl von der Lignum Arts GmbH aus Fürstenfeldbruck/Bayern.

Auch ihm einen herzlichen Glückwunsch zu dieser Top-Leistung!


Nach herzlichen Worten von TSD-Präsident Konrad Steininger verliest Gunter Kiem, der Jury-Vorsitzende, die Platzierungen.

Zuerst erhalten die Toptalente in der Reihenfolge ihrer Platzierungen eine Urkunde für ihre ausgezeichneten Leistungen. Für die drei Bestplatzierten gibt es außerdem noch eine besondere Belohnung. Sie dürfen sich eine von drei hochwertigen Profi-Handmaschinen von Festool (Akku-Handkreissäge mit Führungsschiene, Akku-Stichsäge und Akku-Bohrhammer) aussuchen. Der Sieger erhält außerdem ein großzügiges Schraubensortiment von SPAX International.


Noch fünf Minuten bis zur Preisverleihung ...


Das Jury-Votum ist gefällt.

Die Siegerehrung findet zwischen 13.00 und 14.00 Uhr statt. Anschließend gibt es hier die Aufklärung.


Jury-Time

Die fünfköpfige Jury macht sich ans Werk. Bewertet werden: Maßgenauigkeit, Schnittgenauigkeit, Verbindungen, Beschläge, Oberfläche, Übereinstimmung mit der Zeichnung, Materialverbrauch und Kollegialität. 100 Punkte können maximal erreicht werden.


DIENSTAG (10. November)

Jetzt darf durchgeschnauft werden. Morgen bewertet die Jury und um 13.00 Uhr ist die Siegerehrung.


... Schluss! Aus! Fertig!


... noch fünf Minuten ...


Noch eine Stunde ...


In etwa zwei Stunden wird abgepfiffen. Jetzt geht es an die Feinarbeit.


Vier klassische, handwerkliche Verbindungsarten müssen die Teilnehmer beherrschen, um unter Zeitdruck die anspruchsvolle Wettkampfaufgabe fertigstellen zu können.

Die halbverdeckte Zinkenverbindung

Mit halbverdeckten Zinken und Schrauben wird die Abschlußleiste befestigt. Sie dient zugleich als Kleiderbügel. Die Zinken selbst werden als sogenannte Schwalbenschwanzverbindungen ausgeführt. Das heißt, die Zinken verjüngen sich nach unten. Die Stabilität ist damit bereits konstruktiv gegeben, so dass die Leiste Zug von oben standhalten kann.

Die Überblattung

Während die Querholme einmal als Schlitz-Zapfenverbindung auszuarbeiten sind, werden die anderen als Überblattung mit den senkrechten Seitenholmen verbunden. Hinzu kommt eine Kreuzüberblattung, welche die Diagonalstreben selbst miteinander verbindet.

Im Prinzip gehört die Überblattung zum ganz normalen Tischler-ein-mal-eins: Zwei Teile werden hälftig so angearbeitet, bis die eigentliche Verbindungsstelle die ursprüngliche Materialdicke erreicht.

Wären da nicht diese zahlreichen, "gemeinen" Winkel.

Die Schlitz-Zapfenverbindung

Zur Stabilisierung der Vertikalen werden auf jeder Seite zwei Holme diagonal über Kreuz eingearbeitet. Je einer der Holme wird dabei beidseitig als verdeckte Schlitz-Zapfenverbindung eingepasst. Dazu werden die Zapfen per Hand aus den Holmen ausgearbeitet, ebenso die Schlitze in den Seitenteilen.

Die Nut-Feder-Verbindung

Mit je einer Fremdfeder werden die vier aufrechten Seitenteile (Holme) miteinander verbunden. Entscheidend ist dabei, dass die Winkel an den Verbindungsstellen exakt ausgearbeitet sind, da die Konstruktion keine Ungenauigkeiten beim Zusammenfügen verzeihen würde.


Weiter geht es in Ebern mit dem zweiten Wettkampftag. Während die Teilnehmer heute wieder richtig Gas geben, schauen wir uns an, warum sie so ins Schwitzen kommen.


MONTAG (9. November)

Bereits am Nachmittag arbeiten alle kräftig an Ihren Verbindungen. Überhaupt ist die hohe Anzahl der Verbindungen, die am Ende alle gut zusammenspielen müssen, die größte fachliche Herausforderung bei diesem Werkstück. 

Für uns Grund genug, die vier verschiedenen handwerklichen Verbindungsarten vorzustellen, die in diesem Jahr gefordert sind. Das machen wir morgen.


Beim Zuschnitt, also an der Formatkreissäge, wird nicht etwa sofort der finale Schnitt angesetzt. Vielmehr tasten sich die Teilnehmer an den Riss heran, um zu vermeiden, dass zu viel abgeschnitten wird.

Denn wer Holz nachordern muss, verliert am Ende wertvolle Punkte.


Pünktlich geht es hier heute Morgen in Ebern los.

Als erstes werden die Eckverbindungen angerissen. Dazu werden die einzelnen Teile eins zu eins übertragen (hierzu dient eine weiße Platte, die sogenannte Aufrissplatte). Danach kann man die Winkel und Längen exakt bestimmen und diese Schnittmarken auf dem Holz anreißen (anzeichnen). Später werden die Teile dann an der Säge zugeschnitten.


SONNTAG (8. November)

Morgen Früh um 8.30 Uhr beginnt offiziell der Bundesleistungswettbewerb im Tischler- und Schreinerhandwerk 2015.


Nach der Ausgabe des Materials hat jeder Teilnehmer ausreichend Zeit, um die Fertigungszeichnung eingehend zu studieren, die Material- und Beschlagliste zu überprüfen und gegebenenfalls fehlerhaftes Holz zu tauschen.


Bis zum frühen Nachmittag sind alle Teilnehmer angereist – elf Gesellen und zwei Gesellinnen aus ganz Deutschland. Nach einem herzlichen Willkommen und einer kurzen Vorstellungsrunde geht es direkt weiter zur Wettkampfeinweisung.

Darum geht es in diesem Jahr: Ein Stummer Diener aus Buche. Das filigrane Möbelstück muss innerhalb von 18 Stunden angefertigt werden, wobei sich die Teilnehmer die Zeit selbstständig einteilen. Hier ist gute Vorbereitung gefragt.

Besonders die vielen unterschiedlichen Winkel sind eine Herausforderung und die verschiedenen Verbindungen. Schief soll es am Ende nur aussehen. Dafür muss aber vorher alles passen.



Vom 9. bis 11. November 2015 messen sich die deutschen Nachwuchstalente des Tischler- und Schreinerhandwerks im Bundesleistungswettbewerb an der Meisterschule Ebern in Bayern. Der Sieger oder die Siegerin qualifiziert sich als bester Nachwuchstischler 2015 für die Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) 2017 in Abu Dhabi in der Kategorie „Bauschreiner“.

Der diesjährige Wettkampf wird von Festool, SPAX International, Pollmeier, Klöpferholz, Christoph & Oschmann, alfer aluminium und Hans Brügmann (Rampa) unterstützt.

Weitere Themen:

TSD-Themenseite: PLW 2015


Ansprechpartner für die Redaktion:

Fridtjof Ludwig
Tel.: 030 30 88 23-40
Fax: 030 30 88 23-42
presse@tischler-schreiner.de