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Arbeitszeitnachweis Mindestlohn

ZDH-Flyer zum gesetzlichen Mindestlohn

Fragenkatalog zum Mindestlohn

Infoseite zum Mindestlohn

Gesetzlicher Mindestlohn

Am 1. Januar 2015 trat das Gesetz zum bundeseinheitlichen Mindestlohn in Kraft. Seit dem hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf 8,50 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde.


Wie bei vielen anderen Gewerken liegt auch im Tischler- und Schreinerhandwerk die tariflich vereinbarte Lohnuntergrenze bereits über dem gesetzlichen Mindestlohn. Dennoch enthält das neue Mindestlohngesetz einige Fallstricke, über die sich Unternehmer im Klaren sein sollten. Der Flyer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks informiert über die Einzelheiten. Darüber hinaus finden Sie an dieser Stelle weitere nützliche Informationen.

Aufzeichnungspflicht auch für Tischler
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hält nach wie vor daran fest, dass ein Großteil der Tischlereien den Aufzeichnungspflichten der Arbeitszeiten nachkommen muss. Dies galt noch bis vor Kurzem für Mitarbeiter – ganz gleich ob angestellt oder gewerblich beschäftigt – mit einem monatlichen Bruttoeinkommen bis 2.958 Euro.

Dass diese Lohngrenze viel zu hoch war, wussten auch weite Teile der Politik. Der Wirtschaftsflügel der CDU/CSU-Fraktion stützte immerhin die Auffassung der Arbeitgeberverbände und hatte einen Antrag beschlossen, nachdem die Grenze der Aufzeichnungspflicht auf 1.900 Euro gesenkt werden sollte. Dieser Antrag war zwar zwischenzeitlich abgewiesen worden. Inzwischen ist die Lohngrenze aber auf 2.000 Euro brutto abgesenkt worden.

Für Tischler ist die Anpassung allerdings kaum mehr als das Update eines neuen Betriebssystems. Es behebt zwar die schlimmste Kinderkrankheit, ist aber längst keine ausgereifte Lösung. So dient die Arbeitszeitdokumentation in erster Linie zum Schutz vor Schwarzarbeit im Baugewerbe. Das Tischler- und Schreinerhandwerk hat aber nachweislich kein Problem mit Schwarzarbeit, noch kann es einfach dem Baugewerbe zugeordnet werden.

Tischler können nicht dem Baugewerbe zugeordnet werden
In der Tat zählt die Abgrenzung des Tischler- und Schreinerhandwerks zum Baugewerbe längst zur gelebten Praxis. Ein Beispiel sind die Abgaben an die SOKA-Bau, von der die Innungsbetriebe des Tischler- und Schreinerhandwerks ausgenommen sind. Dass diese rechtsgültige Regelung dennoch – wie im Fall des Mindestlohngesetzes – vom Gesetzgeber einfach übergangen wird, ist mehr als ärgerlich.

Tischler Schreiner Deutschland wird an dem Thema dran bleiben, um bei nächster Gelegenheit weitere Anpassungen des Mindestlohngesetzes durchzusetzen – dann am besten gleich noch mit sinnvolleren Regelungen bei anderen Themen wie der Auftraggeberhaftung und dem Praktikum.

26. Februar 2015 (zuletzt aktualisiert: 11. August 2015)


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