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Sicherheitsnormen für Fenster und Türen

Der Gesetzgeber schreibt bis heute keine Mindestanforderungen für die Einbruchhemmung von Bauteilen im privaten Sektor vor. Es empfiehlt sich jedoch, schon vor dem Baubeginn Kontakt mit geeigneten Betrieben aufzunehmen, da für verhältnismäßig geringe Kosten bei neuen Fenstern und Türen bereits ein wirkungsvoller Einbruchsschutz erreicht werden kann.

Fenster und Türen, die Sicherheitsnormen entsprechen, haben ein eigenes Prüfzeugnis. Diese Bauelemente sind nach europäischen Normen geprüft. Ein Probekörper wird auf einem speziellen Prüfstand statischen (DIN EN 1628) und dynamischen (DIN EN 1629) Belastungen ausgesetzt, z. B. durch einen 50 kg schweren Zwillingsreifen. Dabei wird die Materialverformung gemessen. Anschließend erfolgt am Probekörper ein manueller Einbruchsversuch (DIN EN 1630), der von einem Fachmann durchgeführt wird. Werkzeuge und Zugriffszeit sowie die Kräfte und deren Ausdehnungen werden mit vorgegebenen Werten der Widerstandsklassen (engl.: resistance class) abgeglichen. Einzelheiten zu Ihrem Bauvorhaben sollten unbedingt mit dem Fachbetrieb festgelegt werden. Auch hier leisten die krimimalpolizeilichen Beratungseinrichtungen wertvolle Hilfestellung.

Mit dem Erscheinen der DIN EN 1627 im Jahr 2011 gelten aktuell die RC-Klassen. Frühere Prüfzeugnisse der sogenannten WK-Klassen entsprechen neuen Prüfzeugnissen (Korrelationstabellen). Andere Prüfzeugnisse sind nicht mehr gültig. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über detaillierte Hinweise und technische Anforderungen der Sicherheitsklassen nach DIN EN 1627. Man kann entnehmen, welcher Standard bei den jeweiligen Gefährdungen empfohlen wird. Für den privaten Wohnungsbau wird RC 3 empfohlen.

Widerstandsklasse nach DIN EN 1627:2011

Widerstandsklasse nach DIN V ENV 1627:1999

Täterverhalten

RC 1N

WK 1

Bauteile der Widerstandsklasse RC 1N weisen nur einen geringen Schutz gegen den Einsatz von Hebelwerkzeugen auf.

RC 2

WK 2

Der Gelegenheitstäter versucht, zusätzlich mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keilen, das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen.

RC 3

WK 3

Der Täter versucht zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß sowie mit einfachem Bohrwerkzeug das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen.

RC 4

WK 4

Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Säge- und Schlagwerkzeuge wie Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer und Meißel sowie eine Akku-Bohrmaschine ein.

RC 5

WK 5

Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeuge wie z. B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer ein.

RC 6

WK 6

Der erfahrene Täter setzt zusätzlich leistungsfähige Elektrowerkzeuge wie z. B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer ein.