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WOCHE DES EIGNUNGSTESTS

 

Sicher in der Entscheidung

Mar­kan­tes Motiv für die „Woche des Eig­nungs­tests“ im Tisch­ler- und Schrei­ner­hand­werk. (Foto: VSSM)

Die Arbeit mit Holz und an­deren mo­der­nen Werk­stoffen ist für viele Jugend­liche ein Traum­job. Doch man­cher Traum ist schnell ge­platzt, wenn die Wirk­lich­keit Ein­zug hält. Der Beruf des Tisch­lers und Schrei­ners ist zwar attrak­tiv, aber auch an­spruchs­voll. Die Innungs­ver­bände des Ge­werks orga­nisie­ren des­halb auch die­ses Jahr eine bundes­weite „Woche des Eig­nungs­tests“ im Tisch­ler- und Schrei­ner­hand­werk. Sie läuft vom 16. bis 21. Novem­ber.

Inner­halb der Aktions­woche bie­ten die Innun­gen vor Ort einen frei­willi­gen, ein­stündi­gen Test für Jugend­liche an. Der Test prüft die Fähig­kei­ten in den Berei­chen Rech­nen, räum­liches Vor­stellungs­ver­mögen, tech­nisches Grund­ver­ständ­nis, Kon­zen­tration, Recht­schrei­bung und All­gemein­wissen.

„Selbst­ver­ständ­lich müs­sen Tisch­ler und Schrei­ner eine prak­tische Ader haben“, erklärt Gün­ter Füll­graf, Präsi­dent des Bun­des­ver­bandes Holz und Kunst­stoff (BHKH). „Aber Köpf­chen gehört eben auch dazu. Hier setzt unser Test an.“

Jeder Teil­neh­mer bekommt nach dem Test ein Zerti­fikat mit sei­nen Ergeb­nis­sen. Es gibt Aus­kunft über die prinzi­pielle Eig­nung und rät unter Um­stän­den dazu, Wissens­lücken zu schlie­ßen und zur besse­ren Ent­schei­dungs­grund­lage ein Prakti­kum zu ab­sol­vieren.

„Jun­gen Men­schen fällt der Schritt ins Arbeits­leben meist nicht leicht“, so Füll­graf. „In der Schu­le haben sie kaum Vor­stel­lun­gen davon ent­wickeln kön­nen, und Berufe gibt es wie Sand am Meer.“ Einer davon ist der Tisch­ler und Schrei­ner. „Unser Test soll Jugend­lichen, die sich für un­ser Hand­werk inte­ressie­ren, die Voraus­setzun­gen deut­lich ma­chen, die dafür hilf­reich sind. Sie sol­len in ihrer Ent­schei­dung siche­rer wer­den.“

Man­chen Jugend­lichen bringe der Test auf den Boden der Tat­sachen zurück, sagt der BHKH-Präsi­dent. Gera­de das könne aber hilf­reich sein. „Denn natür­lich bedeu­tet ein nicht bestan­dener Test nicht das Ende. Viel­mehr wol­len wir Wackel­kan­dida­ten dazu an­spor­nen, sich in der Schu­le mehr anzu­stren­gen und bes­sere Leis­tun­gen zu zei­gen. Dann haben sie in unse­rem Gewerk auf jeden Fall gute Chan­cen.“

Sinn­voll ist der Test auch für Tisch­ler- und Schrei­ner­betrie­be. Mit dem Zerti­fikat kön­nen sich die Teil­neh­mer bei ihnen um eine Lehr­stelle oder ein Prakti­kum bewer­ben. Die Betriebs­inha­ber haben so gute Anhalts­punk­te, wel­che Voraus­setzun­gen ein Bewer­ber mit­bringt. „Durch die sin­ken­den Schüler­zahlen werden die Auszu­bilden­den lang­sam knapp“, erläu­tert Füll­graf. „Umso wich­tiger ist es, freie Lehr­stellen mit geeig­neten Bewer­bern zu beset­zen. Unser Test ver­ringert die Wahr­schein­lich­keit, dass eine Tisch­ler- oder Schrei­ner­lehre vo­rzeitig abge­brochen wird.“

Wei­tere Infor­matio­nen zur „Woche des Eig­nungs­tests“ und zum Berufs­bild der Tisch­ler und Schrei­ner sind im Inter­net zu finden unter dem Link:

www.bhkh.de/berufsbildung/woche-des-eignungstests.

Der BHKH und seine Landes­ver­bände orga­nisie­ren die jähr­liche „Woche des Eig­nungs­tests“ seit 2003. In die­sem Jahr wird sie unter­stützt von der Ver­siche­rung SIG­NAL IDU­NA und dem Ver­band der Schwei­zeri­schen Schrei­ner­meis­ter und Möbel­fabri­kan­ten.

15. Oktober 2009

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