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NACHWUCHS-KAMPAGNE

 

Obama und die deutsche Jugend

Die Vor­be­rei­tun­gen zur groß an­ge­leg­ten Nach­wuchs-Kam­pag­ne der Tisch­ler und Schrei­ner lau­fen auf Hoch­tou­ren. Das ge­mein­same Pro­jekt des Bun­des­ver­ban­des Holz und Kunst­stoff (BHKH) und sei­ner Lan­des­ver­bän­de soll Schü­lerin­nen und Schü­ler dort ab­ho­len, wo sie sich ger­ne auf­hal­ten: im In­ter­net.

Start ist Ende Feb­ruar 2010. Dann wird auf der Com­mu­nity-Platt­form Schü­lerVZ der große Wett­kampf Tisch­ler ge­gen Schrei­ner star­ten. Je ein Tisch­ler- und ein Schrei­ner-Team treten in ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen  gegen­ein­an­der an. Per Video-Clip wer­den die so ge­nann­ten Chal­len­ges über­tragen. Im Vor­feld des Wett­kampfs stim­men Wer­be-Spots und Pla­ka­te in den Schu­len die Ju­gend­lichen auf die Kam­pag­ne ein.

„Um die Ziel­grup­pe an­zu­spre­chen, muss­ten wir uns na­tür­lich etwas Be­son­de­res ein­fal­len las­sen“, er­klärt BHKH-Prä­si­dent Alfred Jacobi. „Wir set­zen auf Krea­ti­vi­tät, Witz und Team­geist, wenn wir den Schü­lern un­ser Hand­werk prä­sen­tie­ren.“ Der Wett­kampf zei­ge be­wusst nicht die klas­si­sche Ar­beit von Tisch­lern und Schrei­nern. „Es sind schon un­ge­wöhn­liche Her­aus­for­de­run­gen, die auf die bei­den Teams war­ten“, so Jacobi.

Zum Bei­spiel „Schrank­punk“: Bei die­ser Chal­lenge geht es darum, aus ei­nem al­ten Schrank ein ab­ge­fah­re­nes Schrank­mobil zu bau­en. Oder „Hunde­hütting“: Bei­de Teams sol­len eine an­ge­mes­se­ne Be­hau­sung für First Dog Bo bau­en, den Hund des US-Prä­si­den­ten Obama. Nach jeder Chal­lenge stim­men die Nut­zer von Schü­lerVZ ab, wer die Auf­ga­be bes­ser ge­löst hat. Da­bei kön­nen sie attrak­tive Prei­se ge­win­nen.

„Die Ge­win­ner­hüt­te wol­len wir übri­gens wirk­lich ans Weiße Haus in Washing­ton schicken“, merkt Jacobi an. „In ers­ter Linie ist das na­tür­lich als PR-Gag ge­dacht. Aber, wer weiß, viel­leicht kön­nen wir auch Prä­si­dent Oba­ma für das deut­sche Tisch­ler- und Schrei­ner­hand­werk be­geis­tern!“

Aus­ge­tra­gen und ge­dreht wer­den die Chal­len­ges in der Tisch­lerei Kuiter in Nieder­sachsen. Die Teams be­ste­hen aus je vier wasch­ech­ten Tisch­lern be­zie­hungs­wei­se Schrei­nern, die der BHKH und sei­ne Lan­des­ver­bän­de in einem bun­des­wei­ten Cas­ting aus­ge­wählt ha­ben.

„Bei der Kam­pag­ne ist uns na­tür­lich auch die Ak­zep­tanz inner­halb des Ge­werks sehr wich­tig“, sagt der BHKH-Prä­si­dent. „Es ist eine ge­mein­same Ini­tia­tive un­se­rer Innungs­orga­nisa­tion. Da ver­steht es sich von selbst, dass wir unsere Mit­glie­der ein­be­zie­hen und be­geis­tern wol­len.“ Die Kam­pag­ne kön­ne nur ein Er­folg wer­den, wenn die Tisch­ler und Schrei­ner hin­ter ihr stün­den. En­de Januar ver­teilt die Innungs­orga­nisa­tion des­halb kos­ten­lose Pla­kate an ihre Be­trie­be. In Werk­stät­ten und Büros sol­len sie für die Ak­tion wer­ben.

Hinter­grund für die Kam­pag­ne ist der Rück­gang der Schüler­zahlen in den nächs­ten Jah­ren. Fol­ge: Die An­zahl poten­ziel­ler Lehr­stel­len-Be­wer­ber ver­rin­gert sich dra­ma­tisch. Auch das Tisch­ler- und Schrei­ner­hand­werk wer­de da­von be­trof­fen sein, er­klärt Jacobi. „Des­halb han­deln wir, und zwar heute. Damit wir mor­gen genü­gend Nach­wuchs ha­ben und über­mor­gen die Fach­ar­bei­ter, die wir brau­chen.“

Die Nach­wuchs-Kam­pag­ne der Tisch­ler und Schrei­ner wird unter­stützt von den Unter­neh­men Fes­tool, Alten­dorf, CWS-boco und Häfe­le.

14. Dezember 2009

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Frank Markowski
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Bilder von oben nach unten:

Beim Wett­kampf Tisch­ler ver­sus Schrei­ner ist Zu­sam­men­halt ge­fragt - bei den Werk­stücken ge­nau­so wie im Team. Nur gemein­sam sind die Chal­len­ges zu meis­tern. (Foto: BHKH)

Wer kann’s bes­ser, die Tisch­ler oder die Schrei­ner? (Grafik: Scholz & Friends)

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