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BUNDESWEITE FORTBILDUNGEN

 

Anrechnung auf Meisterprüfung sinnvoll

Kunden­be­ra­ter, Fer­ti­gungs­pla­ner oder Fach­baul­eiter - der BHKH plä­diert dafür, die bun­des­ein­heit­lichen Fort­bil­dun­gen im Tisch­ler- und Schrei­ner­hand­werk auf die Meis­ter­prü­fung an­zu­rech­nen. (Foto: BHKH)

Der Bun­des­ver­band Holz und Kunst­stoff (BHKH) emp­fiehlt, be­stan­dene Fort­bil­dun­gen zum Ge­prüf­ten Kun­den­be­ra­ter, Fer­ti­gungs­pla­ner oder Fach­bau­lei­ter im Tischler- und Schrei­ner­hand­werk auf die Meis­ter­prü­fung an­zu­rech­nen. Die­se Fort­bil­dun­gen sind bun­des­weit ein­heit­lich ge­re­gelt.  Zu­stän­dig für die mög­liche An­rech­nung sind die Meis­ter­prü­fungs­aus­schüs­se der Hand­werks­kammern. 

„Die In­hal­te die­ser drei Fort­bil­dun­gen decken sich wei­test­ge­hend mit Tei­len der Meis­ter­prü­fung in un­se­rem Ge­werk“, er­läu­tert Alfred Jacobi, im Prä­si­dium des BHKH zu­stän­dig für Be­rufs­bil­dung. So sei der Kun­den­be­ra­ter be­reits in „Ge­stal­tung, Kon­struk­tion und Fer­ti­gungs­tech­nik“ ge­prüft, der Fer­ti­gungs­pla­ner in „Auf­trags­ab­wick­lung“ und der Fach­bau­lei­ter in „Mon­ta­ge und In­stand­hal­tung“. Die­se drei Hand­lungs­fel­der sind Be­stand­tei­le des Teils II der Meis­ter­prü­fung, der die ge­for­der­te theo­re­ti­sche Kom­pe­tenz re­gelt.

Der BHKH plä­diert des­halb da­für, das be­tref­fen­de Hand­lungs­feld je­weils aus­zu­klam­mern, so­fern der Prüf­ling dies be­an­tragt und die je­wei­li­ge Fort­bil­dung er­folg­reich ab­sol­viert hat. „Das wäre nicht nur im Sin­ne einer effi­zien­ten Struk­tur der Meis­ter­prü­fung; es wür­de auch den Stel­len­wert der bun­des­ein­heit­li­chen Fort­bil­dun­gen stär­ken“, be­tont Jacobi. Die­se seien eine wich­tige Zwischen­stufe vor der Meis­ter­prü­fung. Sie sicher­ten dem Ge­werk eine qua­li­fi­zier­te mitt­lere Füh­rungs­ebene. 

„Das Tisch­ler- und Schrei­ner­hand­werk hat ein struk­turell und in­halt­lich durch­gän­gig auf­ge­bau­tes Be­rufs­lauf­bahn­kon­zept - von der Lehre über die Fort­bil­dun­gen bis hin zur frisch über­hol­ten Meis­ter­prü­fung“, so Jacobi. „Die von uns emp­fohlene An­rech­nung würde die­ses Prin­zip sinn­voll unter­stützen.“ 

Die neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung für Tisch­ler und Schrei­ner ist zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft ge­treten. Die Rechts­ver­ord­nun­gen zu den bun­des­ein­heit­lichen Fort­bil­dun­gen Ge­prüf­ter Kun­den­be­rater, Ge­prüfter Fer­ti­gungs­pla­ner und Ge­prüf­ter Fach­bau­leiter gel­ten be­reits seit 1. August 2004. Tisch­ler- und Schrei­ner­ge­sel­len er­hal­ten durch sie die Mög­lich­keit, sich praxis­orien­tiert für Führungs­auf­ga­ben zu quali­fizieren, ohne gleich die Meis­ter­prüfung ab­legen zu müssen.

04. September 2008

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