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Fachprogramm am Tag, Fußball am Abend

Gute Stim­mung, zufrie­dene Gesich­ter und abends sogar laut­starker Jubel: 4:2 siegt Deutsch­land gegen Costa Rica. Das Zusammen­treffen mit der Eröff­nung der Fuß­ball WM be­scherte dem Deut­schen Tisch­ler- und Schreiner­tag 2006 eine viel­fältige Mi­schung aus spannen­dem Sport- und Fach­pro­gramm. Motto: „Erfolg­reich im Wandel“.

Folgten dem Fach­pro­gramm mit Inter­esse: die Teil­nehmer des Tisch­ler- und Schrei­ner­tags 2006.

Rund 180 Funktions­träger des Tisch­ler- und Schreiner­hand­werks waren der Ein­ladung des BHKH nach Fulda gefolgt. Der BHKH hatte die Veran­staltung am 9. und 10. Juni als Fach­kongress konzi­piert. Er sollte „neue Wege und gute Ideen“ präsen­tieren, erklärte BHKH-Präsi­dent Günter Füll­graf in seiner Eröff­nungs­rede. Und fügte zuver­sicht­lich hinzu: „Nicht alles wird für alle gleicher­maßen inte­ressant sein, aber jeder wird am Ende etwas mit­nehmen können.“ Und so kam es denn auch. Die vie­len Facetten der Veran­staltung boten Anre­gungen für jeden Ge­schmack.

Tenor der Teil­nehmer: ein gelun­gener Mix aus Fach­pro­gramm, kolle­gialem Aus­tausch und geselli­gen Ele­menten.

Das Fach­pro­gramm zeigte Opti­mierungs­möglich­keiten für Betrie­be und stell­te viele posi­tive Bei­spiele vor. Refe­rate und Work­shops behan­delten unter ande­rem die The­men Inter­net, neue Vertriebs­kanäle, Produkt­normen, Mit­arbeiter­führung, Werk­statt­organi­sation, Ladungs­siche­rung sowie die Aus­füh­rung von Denk­mal­schutz-Projek­ten. Bis zu Feng Shui reichte das Spek­trum. Wie gute Innungs­arbeit aus­sehen kann, veran­schau­lichten Vor­träge von Ober­meistern.

Wie können Hand­werk, Poli­tik und Gesell­schaft erfolg­reich im Wan­del sein? Darüber disku­tierten (von li.): Dr. Karl-Josef Röpke, Geschäfts­führer Schwe­ring Türen­werk; ZDH-Präsi­dent Otto Kentz­ler und der Parla­menta­rische Staats­sekretär Hart­mut Schauer­te.

Eine promi­nent besetz­te Podiums­dis­kussion beschäf­tigte sich mit den Heraus­for­derungen, die Hand­werk, Politik und Gesell­schaft meis­tern müs­sen. Mode­rator Kon­rad Stei­ninger, Vize­präsi­dent des BHKH, monierte, dass die von der großen Koa­lition angekün­digten tief grei­fenden Refor­men auf sich war­ten lassen. Otto Kentz­ler, Präsi­dent des Zentral­ver­bandes des Deut­schen Hand­werks, stimmte zu. Vieles, was die Regie­rung geplant habe, sei noch nicht umge­setzt worden. „Mir geht das alles auch viel zu lang­sam“, erklärte Hart­mut Schauer­te, Parla­menta­rischer Staats­sekre­tär beim Bundes­minis­terium für Wirt­schaft und Techno­logie. Gleich­zeitig verwies er auf die Gren­zen einer großen Koa­lition. „Nicht alles ist zu machen, aber eini­ges.“ Die Betriebe rief Schauer­te dazu auf, „nicht in die Mecker­ecke zu gehen“, sondern die aktu­ell gute Stim­mung der Wirt­schaft zu halten.

Mit auf dem Po­dium (von li.): Martin Buck, Fes­tool-Hand­werker­berater; Man­fred Gro­the, Weih­bischof in Pader­born, und Mode­rator Kon­rad Stei­ninger, Vize­präs­ident des BHKH.

Man­fred Grothe, Weih­bischof in Pader­born, plä­dierte für eine  „grö­ßere Ausge­wogen­heit zwi­schen den sozia­len Sicher­ungs­sys­temen und der Privat­initia­tive des Ein­zelnen“. Auch Kentz­ler for­derte dazu auf, nicht immer gleich nach dem Staat zu rufen. Für das Hand­werk sei es sinn­voller, die Selbst­verwal­tung zu stär­ken. „Wir müs­sen mit einer Stim­me spre­chen.“

Gera­de für Betrie­be sei Eigen­initia­tive wich­tig, er­klärte Martin Buck, Hand­werker­bera­ter bei der Fes­tool GmbH. Sich wandeln, um zum Er­folg zu kom­men – das sei die rich­tige Rich­tung. Dr. Karl-Josef Röpke, Geschäfts­führer der Schwe­ring Türen­werk GmbH, fügte hinzu, dass Tisch­ler und Schrei­ner sich durch exzel­lente Quali­tät am Markt durch­setzen könn­ten.

Der Deutsche Tischler- und Schreinertag wurde unterstützt von: boco; FESTOOL Handwerkerberatung; HZK, Profikrankenkasse für Bau- und Holzberufe; IVECO; PRACTIVE (HOMAG-Gruppe); SELIGO; Schwering Türenwerk mit „ringo – Die Marke für den Profi“; V+S Furniere sowie der Versicherung SIGNAL IDUNA.